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15.12.2020 - Schuldverhältnisse haben einen massiven Einfluss auf die gesellschaftlichen Machtverhältnisse. Die Bruchlinien der Machtasymmetrien in der Verbindlichkeit zwischen Gläubiger und Schuldner zeigen sich am deutlichsten entlang der politischen Ökonomie der Schulden. Diese setzt im neoliberalen Finanzmarkt-Kapitalismus auf Verschuldung von Haushalten durch Kredit als Form des Verwertungskapitals.
Die vorliegende Arbeit untersucht vor diesem Hintergrund die Transformationsprozesse und Bedeutungsverschiebungen von Schulden im juristischen und gesellschaftlichen Kontext.
Im Fokus stehen individuelle Ver- und Überschuldungsverläufe. Dabei werden verteilungspolitische Defizite aufgezeigt, die sich primär im Ungleichgewicht zwischen Einkommen aus Lohn und Kapital, aber auch in ausbleibenden sozialstaatlichen Maßnahmen (Sozialtransfers) manifestieren. Belegt wird, dass Schulden (Kreditverbindlichkeiten) zunehmend mangelnde Lohneinkünfte substituieren und das Versprechen des Geldes auf Partizipation durch »Investition« zunehmend ein Leeres ist. Analysiert wird, mit welcher Effektivität der moderne Rechtsstaat in einem neoliberal inspirierten, schuldakkumulativen System den aufgefächerten Eingang in die Verschuldung kontrolliert, Schulden verwaltet und im Falle der Überschuldung formale Entschuldungsverfahren – und mit welcher Effektivität –, insbesondere seit dem IRÄG 2017, zur Verfügung stellt.
 
Die geldtheoretischen Auseinandersetzungen des Autors und die  Verortung des Geldes als Konstrukt der Rechtsordnung und soziale Methode machen die Lektüre auch für ein breites Publikum besonders interessant.
 
https://www.jan-sramek-verlag.at/Buchdetails.331.0.html?&buchID=395&detailview=Detailinfo&cHash=84445fe288
 
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