Philip Czech
Fortpflanzungsfreiheit
Broschiert, 15 x 23 cm
ISBN 978-3-7097-0080-8
Erscheinungsdatum: 30.06.2015
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Die menschliche Fortpflanzung berührt gesellschaftlich und ethisch umstrittene Fragen. Zugleich ist die Entscheidung für oder gegen ein Kind ein essentieller Aspekt des Privatlebens. Regelungen der Reproduktionsmedizin, der Adoption und der Abtreibung stehen damit in einem Spannungsfeld zwischen der Wahrung öffentlicher Interessen und der Rücksicht auf moralische Überzeugungen einerseits und der Achtung der grundrechtlich geschützten Autonomie des Einzelnen andererseits.
Dieses Buch ergründet, welche Anforderungen die Europäische Menschenrechtskonvention an, die zu treffenden Kompromisse stellt und welche Lösungswege sie vorzeichnet. Dabei wird untersucht, inwiefern sich aus der Konvention ein Recht ableiten lässt, autonom über die eigene Fortpflanzung zu entscheiden, welchen Inhalt diese Garantie hat und welchen Schranken sie unterliegt.
Damit liegt erstmals eine umfassende Darstellung der grundrechtlichen Aspekte der menschlichen Reproduktion vor.
Die Arbeit wurde mit einem Leopold Kunschak-Wissenschaftspreis 2016 ausgezeichnet
[...] Das vorliegende Werk bewältigt eine komplexe und vielschichtige Thematik sehr gut und bietet einen strukturierten Überblick über menschenrechtliche Fragen zur menschlichen Fortpflanzung. Es ist somit als Nachschlagewerk und zur vertiefenden Auseinandersetzung mit einzelnen Problembereichen gleichermaßen geeignet. Für am Thema Interessierte ist es daher uneingeschränkt zu empfehlen.
20.01.2016 - Stefan Kieber, NLMR 6/2015, S 570
...Akribisch analysiert Philip Czech bei seiner Arbeit nun die Entscheidungen des Straßburger Gerichtshofs, die in den letzten Jahren zu den Themen medizinisch unterstützte Fortpflanzung, Adoption und Schwangerschaftsabbruch ergingen. Auf 400 Seiten gibt er damit, wie "Die Presse" in einem Portrait über den Autor schrieb, eine erste umfassende Darstellung der grundrechtlichen Aspekte der menschlichen Reproduktion in Österreich. [...] Das Werk führt umfassend und verdienstvoll in eine Denkweise ein, die heute nicht wenige Anhänger hat und die die Autonomie des Einzelnen zum obersten Prinzip aller bioethischen Überlegungen erhebt.
28.04.2016 - bio-ethik 1/16
[...] ist die Untersuchung auf Grund ihrer Sachlichkeit und dem gelungenen Bemühen des Autors um größtmögliche Objektivität [...] ein äußerst wertvolles und dringend notwendiges Gegengewicht zu den einschlägigen (rechts-)politischen Diskussionen [...].
Das Buch ist vortrefflich geschrieben und behandelt die Fortpflanzungsfreiheit umfassend, mit rechtsdogmatischer Tiefenschärfe, Facettenreichtum sowie exakter Argumentation. [...]
12.01.2017 - ZÖR, Andreas W. Wimmer
Das Buch ist vortrefflich geschrieben und behandelt die Fortpflanzungsfreiheit umfassend, mit rechtsdogmatischer Tiefenschärfe, Facettenreichtum sowie exakter Argumentation. Ein besonderer Verdienst erwirbt der Autor zudem durch die Sachlichkeit seiner Argumente und die Zurückhaltung subjektiver oder gar moralisierender Bewertungen. Aus dieser Sachlichkeit, die das Buch von der ersten bis zur letzten Seite prägt, schöpft Czechs Untersuchung ihre Überzeugungskraft.
06.03.2017 - ZÖR, Andreas W. Wimmer
Österreichisches Institut fpr Menschenrechte an der Universität Salzburg.