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Liechtensteinisch-österreichische Grundrechtsperspektiven

Alfred Grof

Liechtensteinisch-österreichische Grundrechtsperspektiven

XIV, 166 Seiten
Broschiert, 15 x 23 cm
ISBN 978-3-7097-0278-9
Erscheinungsdatum: 16.08.2021
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Der eng verflochtene Weltmarkt hält viele Staaten davon ab, ökonomisch orientierte Grundrechtskataloge aus eigenem zu schaffen – aus Sorge vor einer wirtschaftlichen Isolation wird diese Aufgabe zunehmend an Internationale Organisationen delegiert. Dem entsprechend enthält die erst vor einem Jahrzehnt in Kraft getretene Charta der Grundrechte der EU nicht bloß die traditionell politisch-freiheitlichen, sondern darüber hinaus auch wirtschaftlich-soziale Gewährleistungen. Weil zudem deren Durchschlagskraft mittels einer supranationalen Gerichtsinstanz sichergestellt wird, ist davon auszugehen, dass die EGRC bald gesamteuropäische Maßstabfunktion erreicht und insoweit die EMRK aus ihrer derzeitigen Vorreiterrolle verdrängt.

Insbesondere dem Globalisierungsprozess eher passiv ausgesetzte als diesen aktiv dominierende Staaten haben daher kaum eine andere Wahl, als die EGRC zumindest neben oder sogar anstelle der EMRK möglichst effektiv zu implementieren, um den Anschluss an die Wirtschaftselite nicht aus den Augen zu verlieren. Die wesentlichen damit verbundenen Rechtsprobleme sollen in dieser Untersuchung am Beispiel zweier europäischer Kleinstaaten, die unmittelbar der EU (Österreich) bzw. dieser zumindest mittelbar im Wege des EWR-Abkommens (Liechtenstein) angehören, näher beleuchtet werden.

 

 

 

 

... ermöglicht dem Leser einen direkten Vergleich ...

[...] Der Autor ermöglicht dem Leser einen direkten Vergleich beider Rechtsordnungen aus grundrechtlicher Perspektive und zeigt ausführlich auf, dass die "materiell-schleichende Infiltration der GRC sowohl in Österreich, aber auch im Fürstentum Liechtenstein bereits Realität ist und diese zunehmend fortschreiten wird.


18.01.2022 - NLMR Heft 5/2021, S. 484; Maximilian Christall
... besticht durch ein durch ein durchweg hohes |fachliches Niveau ...

[...] Das Werk besticht einerseits durch ein durchweg hohes fachliches Niveau und die vorgenommenen Synopsen sowohl zwischen EMRK und GRC, als auch der verfassungsunmittelbaren Grundrechtskataloge Liechtensteins und Österreichs. [...] Es hält [...] wertvolle Ansätze für den Grundrechtsdiskurs bereit.

[...] Alles in allem ein [...] interessantes Werk, das wertvolle Ansätze für den Diskurs der Verfassungsrechtsentwicklung bereithält, [...]


16.01.2024 - LJZ 4/2023, S. 309; Marco Dworschak
Hofrat Dr. Alfred Grof

Richter am Verwaltungsgericht des Landes Oberösterreich

Leiter der Wissenschafts-, Evidenz- und Dokumentationsstelle des LVwG OÖ

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