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Wanderkorridore

Erika M. Wagner • Daniela Ecker

Wanderkorridore

XIV, 178 Seiten
Broschiert, 15 x 23 cm
ISBN 978-3-7097-0279-6
Erscheinungsdatum: 06.12.2021
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Rechtzeitig zum 40-jährigen Jubiläum der Berner und Bonner Konvention soll das angeführte Werk zu den letzten ungelösten Fragen des Arten- und Habitatschutzregimes erscheinen. Die Verfasserinnen haben sich eingehend dem noch nicht ausreichend untersuchten Kriterium der sog »Kohärenz« gewidmet, also der – in der nationalen Raumordnung bislang ignorierten – Verpflichtung, Wanderkorridore für geschützte Arten wie ua Wolf, Bär oder Luchs einzurichten.

Umgelegt auf das Natura 2000-Schutzgebietsnetzwerk nach der FFH-RL bzw der VSch-RL bedeutet das, dass die ökologische Kohärenz dann vorliegt, wenn – zur Sicherung oder gegebenenfalls Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustands der Schutzgüter – die Integrität der ausgewiesenen Schutzgebiete gewahrt und die räumlich-funktionelle Vernetzung dieser Schutzgebiete gewährleistet ist.

In ihrer Biodiversitätsstrategie vom Frühjahr 2020 hat die EUKommission klar darauf hingewiesen, dass Kohärenzerwägungen in Zusammenhang mit dem FFH-Regime in Zukunft verstärkt werden müssen. Was auf den ersten Blick als »neue, bisher nicht geltende Idee« erscheint, ist bei genauer juristischer Analyse lediglich eine Anpassung des geschriebenen Rechts an die bisher geltenden internationalen Vorgaben.

Analysiert wurden sowohl diverse internationale Konventionen und Ziele als auch europäische Richtlinien und Strategien sowie nationale Gesetze von Bundes- bis Länderebene, die in einem engeren Verständnis die Kohärenz, aber auch in einem weiteren Verständnis die Biodiversität an sich regeln. Die Untersuchung arbeitet die sich für den Landesgesetzgeber daraus ergebenden Pflichten heraus.

 

 

 

 

... die bisher einzige juristische Aufarbeitung des Themas ...

[...] Die Verfasserinnen haben sich eingehend dem noch nicht ausreichend untersuchten Kriterium der sog "Kohärenz" gewidmet, also der - in der nationalen Raumordnung bislang kaum berücksichtigten - Verpflichtung, Wanderkorridore für geschützte Arten wie u.a. Wolf, Bär oder Luchs einzurichten.

[...] Die Untersuchung arbeitet die sich für den Landesgesetzgeber daraus ergebenden Pflichten heraus.

Das Werk stellt, soweit ersichtlich, die bisher einzige juristische Aufarbeitung des Themas "Wanderkorridore" dar. Das Buch ist uneingeschränkt zu empfehlen; verbunden mit dieser Empfehlung ist die Hoffnung, dass dem Gedanken der Kohärenz endlich der Stellenwert eingeräumt wird, der ihm gebührt.


18.01.2022 - NuR 43/2021, S. 76; Jochen Schumacher
... ein wertvoller argumentativer Beitrag für eine |Rechtspolitik zum Schutz der ... bedrohten Natur.

[...] Ausgangspunkt dieser Untersuchung ist eine nähere Bestimmung des in der FFH-Richtlinie mehrfach verwendeten ökologischen Begriffs der Kohärenz. [...] Anschließend werden die Vorgaben der FFH-Richtlinie im Einzelnen dargestellt, die die ökologische Kohärenz des Netzes "Natura 2000" als Maßstab für die Festlegung eines "Gebiets von gemeinschaftlicher Bedeutung", für Ausgleichsmaßnahmen im Rahmen der Verträglichkeitsprüfung und für die Landnutzungs- und Entwicklungspolitik der Mitgliedstaaten einsetzt. [...] Über die daraus abgeleiteten Folgen für das österreichische Recht hinaus ist diese originelle Untersuchung eines sonst bisher weitgehend unbeachtet gebliebenen Themas ein wertvoller argumentativer Beitrag für eine Rechtspolitik zum Schutz der vom anthropogenen Verlust biologischer Vielfalt bedrohten Natur.


08.09.2022 - fachbuchjournal 4/2022, S. 47f; Ulrich Storost
Univ.-Prof.in Dr.in Erika Wagner

Vorständin des Instituts für Umweltrecht der Johannes Kepler Universität Linz

Univ.-Ass.in Mag.a Daniela Ecker, LL.B.

Institut für Umweltrecht an der Johannes Kepler Universität Linz

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