Erika M. Wagner • Wilhelm Bergthaler • Michaela Krömer • Lukas Grabmair
Eigenrechtsfähigkeit der Natur
Broschiert, 15 x 23 cm
ISBN 978-3-7097-0296-3
Erscheinungsdatum: 30.06.2022
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Die vorliegende Monographie untersucht erstmals die Verankerung der Eigenrechte bzw der Rechtspersönlichkeit der Natur bzw ihrer Teile in der österreichischen Rechtsordnung.
Wenn von Eigenrechtlichkeit der Natur die Rede ist, so steht dahinter die Überlegung, Teilen der Natur (Ökosystemen, Gewässern, Landschaften) Rechtspersönlichkeit zuzubilligen und diesen dadurch im Wege der Wahrnehmung eines Vertretenden effektiven materiell- und formell-rechtlichen Schutz zukommen zu lassen.
Das Konzept der Eigenrechtlichkeit der Natur gehört schnellstmöglich auf normativer Ebene konzipiert, da die Zerstörung der Biodiversität massiv voranschreitet (Europäische Kommission, 2020): Dies zeigt, dass die bisherigen Schutzkonzepte, die auf einer Wahrnehmung ökologischer Interessen behördlicherseits bestehen, das Rechtsgut Biodiversität nicht ausreichend schützen.
Sowohl in materiell-rechtlicher als auch in verfahrensrechtlicher Hinsicht bedarf es eines Umdenkens des Schutzkonzepts im Sinne einer zu gewährenden Eigenrechtlichkeit, die in manchen anderen Staaten der Welt wie etwa in den USA, Neuseeland und Südameria bereits besteht oder im Vordringen ist.
[...] Die Monographie untersucht erstmals die Verankerung der Eigenrechte bzw der Rechtspersönlichkeit der Natur in der österreichischen Rechtsordnung.
[...] Die vorliegende Monographie stellt eine erste, umfassende juristische Aufarbeitung jener Rechtsfragen dar, die mit der Entwicklung der Natur vom Schutzobjekt zum Rechtssubjekt einhergehen.
20.03.2023 - RZ 01-02/2023, S. 52; Barbara Baum
[...] Den Autor*innen ist eine beeindruckende Bestandsaufnahme zu Rechten der Natur bzw Eigenrechtsfähigkeit der Natur in Österreich und - im internationalen Rechtsvergleich - darüber hinaus gelungen. Das Werk zeigt deutlich, welche Herausforderungen mit der Verankerung der Eigenrechtsfähigkeit der Natur einhergehen: Es handelt sich um Rechtsfragen, die zwischen Privatrecht und Öffentlichem Recht sowie zwischen materiellem Recht und Prozess- bzw Verfahrensrecht hin- und herwandern, und die auch aus diesem Grund die Rechtsordnung besonders herausfordern.
Der selbst gesetzte Anspruch die "Verankerung der Eigenrechte bzw der Rechtspersönlichkeit der Natur bzw ihrer Teile in der österreichischen Rechtsordnung" zu untersuchen, ist eingelöst, zumal es sich - soweit ersichtlich - um die erste derartige Bestandsaufnahme handelt. Insbesondere die Reflexionen und Zwischenergebnisse sind sehr gewinnbringend. [...]
In jedem Fall kann das Werk als äußerst wertvolle Grundlage für die weitere Beschäftigung mit dem Thema "Eigenrechtsfähigkeit der Natur" in der österreichischen Rechtsordnung gewertet werden.
18.10.2023 - NR Heft 2/2023, S. 248 f; Maria Bertel
Vorständin des Instituts für Umweltrecht der Johannes Kepler Universität Linz
Wilhelm Bergthaler lehrt als Universitätsprofessor für Umweltrecht an der JKU Linz. Er ist Partner in der Rechtsanwaltskanzlei Haslinger/Nagele Rechtsanwälte GmbH.
Rechtsanwaltsanwärter bei Haslinger/Nagele Rechtsanwälte GmbH und Mitarbeiter am Institut für Umweltrecht, JKU Linz
Rechtsanwältin in der Rechtsanwaltskanzlei Krömer.