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Sterbehilfe in Österreich

Hubert Niedermayr

Sterbehilfe in Österreich

XX, 516 Seiten
Broschiert, 15 x 23 cm
ISBN 978-3-7097-0308-3
Erscheinungsdatum: 28.07.2022
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Die Thematik dieses Werkes könnte aktueller nicht sein. Breite mediale Diskussionen haben höchstgerichtliche Entscheidungen des österreichischen VfGH wie des deutschen BVerfG begleitet. Beide haben einem Menschenbild Ausdruck verliehen, das auf individuelle Selbstbestimmung abzielt. Dadurch veranlasst, hat der österreichische Gesetzgeber das Sterbeverfügungsgesetz (StVfG) zum 1.1.2022 erlassen. Es bleibt abzuwarten, inwieweit dieses revolutionär neu geschaffene »Grundrecht auf Selbstbestimmung« weiteren Ausdruck in Gesetzgebung und Rechtsprechung finden wird.

Diese Abhandlung kritisiert den Gesetzestext als unzureichend und setzt diesem einen anderslautenden Vorschlag entgegen. Nicht nur assistierter Suizid wie im StVfG vorgesehen, sondern auch darüber hinausreichende Sterbehilfeformen wären konsequent zu gestatten. Der Autor würdigt ethische Argumente, die prinzipiell für und gegen Sterbehilfe sprechen, und gelangt zum Ergebnis, dass in einer modernen Gesellschaft eine solche zulässig sein muss. Anschließend erörtert er die Frage, ob ein Verbot aktiver Sterbehilfe bei allgemein anerkannter Zulassung der passiven ethisch gerechtfertigt werden kann. Eine pauschale Ungleichbehandlung ist aus Sicht des Autors nicht zu halten, auch wenn gesetzgeberisch Achtsamkeit an den Tag zu legen ist, um die Gefahr von Fehlinterpretationen oder Missbräuchen auszuschließen.

Dieses Buch leistet einen wesentlichen gesellschaftlichen Beitrag zu einer nicht nur rechtlich existenziell bedeutenden Frage, sondern auch zu rechtsphilosophischen und ethischen Grundfragen.

 

 

 

 

... in der rechtspolitischen Diskussion sehr wertvoll ...

[...] Es geht um die Frage, ob Sterbehilfe überhaupt zulässig sein soll. Hier werden eingehend zB die Positionen der amici curiae und von Kant dargelegt und analysiert. Es wird überlegt, ob die Unterscheidung zwischen aktiver und passiver Sterbehilfe moralisch signifikant ist. Dabei wird eingehend die Dammbruchargumentation analysiert, und das ist durchaus spannend. Somit liegt ein Buch vor, das für Grundlagendiskussionen unabhängig von einem Gesetzestext sehr bereichernd ist und nicht nur im Zusammenhang mit der Sterbehilfe.

[...] Im Fazit werden dann auch die aktuelle Rechtslage und einzelne Meinungen aus dem juristischen Schrifttum gestreift.

[...] Zentral sind die Grundlagenüberlegungen. Diese sind auch für Personen, die juristische Berufe ausüben, in der rechtspolitischen Diskussion sehr wertvoll. Somit ein interessantes Buch zu grundlegenden Überlegungen zur Sterbehilfe, nicht nur in Österreich.


03.05.2023 - ZfG 01/2023, S. 35f; Alexander Tipold
Dem Autor ist zu diesem Werk zu gratulieren und| auch zu danken.

[...] Im als Fazit überschriebenen Schlussteil fasst der Autor nicht nur die wesentlichen Ergebnisse der drei Hauptkapitel zusammen, sondern widmet er sich auch eingehend dem seit 2022 geltenden Sterbeverfügungsgesetz.

[...] Das vorliegende Buch besticht durch seinen Tiefgang und die grundlegende Aufarbeitung dieses aktuellen Themas. Darüber hinaus ermöglicht es - nicht zuletzt durch den gewählten Schreibstil und die treffliche Ausdrucksweise - ein gutes Folgen der nicht immer einfachen grundsätzlichen ethischen Überlegungen. Besonders hervorzuheben ist nicht nur der sehr gelungene Versuch des Autors, durch einen umfangreich erläuterten Gesetzesentwurf das Thema praxisnah zu diskutierten, sondern auch die Einbeziehung der österreichischen Neuregelung des assistierten Suizids am Ende der Arbeit, um die theoretischen Überlegungen nochmals anzureichern. Gerade die unterschiedliche Behandlung von aktiver Sterbehilfe und assistiertem Suizid wird Österreich in den nächsten Jahren noch beschäftigen. Konnte der VfGH in seinem Erkenntnis Ende 2020 einer tiefgehenden inhaltlichen Auseinandersetzung aus formalen Gründen noch ausweichen, wird er sich in den kommenden Jahren dieses Themas widmen müssen (zumal der Gesetzgeber nicht gewillt ist, sich dieses Themas anzunehmen). Der dafür erforderliche ethische Background ist durch das vorliegende Buch bestens aufbereitet. Es sei allen unumschränkt ans Herz gelegt, die ihre Position dazu kritisch reflektieren wollen und die sich bewusst sind, dass zentrale Rechtsnormen einen ethisch-moralisch fundierten Hintergrund brauchen. Dem Autor ist zu diesem Werk zu gratulieren und auch zu danken.


06.02.2024 - JSt Heft 5/2023, S. 472f; Alois Birklbauer
DDr. Hubert Niedermayr, MBA
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